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WEIGEL,  JOHANN CHRISTOPH: DARDA

WEIGEL, JOHANN CHRISTOPH: DARDA

Inventarnummer 518
Originaltitel: Darda
Erscheinungsjahr: 1689
Erscheinungsort und Herausgeber: Nürnberg
Format: 28,5 x 19 cm
Technik: Kupferstich

Auf dem Blatt befinden sich zwei grafische Darstellungen in einem dekorativen und floralen Rahmen mit Darstellungen von Landarbeitsgeräten. Die obere Abbildung zeigt eine Jagdszene und oberhalb dieser befindet sich die Titelkartusche mit einem lateinischem Text: Tarde extrahidur cito praeda futurus. Die untere Abbildung zeigt eine Miniaturvedute der mit starken Wallschildern und Schanzen befestigten Siedlung Darda aus der Vogelperspektive. Auf der linken Seite ist die Siedlung durch eine Brücke mit Osijek verbunden. Weigel war oft bei der Erstellung von Karten der Grenzziehung zwischen dem österreichischen und osmanischen Reich nach dem Friedensvertrag von Srijemski Karlovci im Jahr 1699 eingebunden und hat somit die wichtigen Orte, die im kollektiven Gedächtnis der Kriege gegen die Osmanen einen besonderen Platz hatten, auch gut gekannt. Genau das war mit den Suleimann-Brücke, welche Osijek und Darda über den Fluß Drava und die Sumpfgebiete verband, der Fall. Die Brücke wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gebaut und mehrere male zerstärt und wiedererrichtet, da sie zum wirtschaftlichen Aufschwung von Osijek beigetragen hat. Weil kurz vor Erstellung dieser Ansicht das österreichische Heer aufgrund der neuerlichen osmanischen Durchbrüche die Brücke in Brand gesetzt hat, hat sich wahrscheinlich sein Interesse gerade für dieses Objekt erhöht. Die Karte wurde auf Grundlage einer Vorlage von E.C. Heiss von Weigel in Kupfer gestochen und von L. Voigt herausgegeben.

WEIGEL, JOHANN CHRISTOPH
JOHANN CHRISTOPH WEIGEL (1654-1725) deutscher Graphiker und Herausgeber. Er wirkte in Nürnberg. Seine bekanntesten Werke sind „Atlas Scolasticus“ aus dem Jahre 1712, „Orbis Antiquis“ aus dem Jahre 1720, „Reise Atlas“ aus dem Jahre 1724 sowie „Bequemer Schul und Reisen Atlas“ mit 140 Karten, die er zusammen mit Johann David Köhler entworfen hat.
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