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MONTECALERIO (MONTE CALERIO), JOANNIS: KARTE VON STEIERMARK UND EINES TEILS VON KROATIEN

MONTECALERIO (MONTE CALERIO), JOANNIS: KARTE VON STEIERMARK UND EINES TEILS VON KROATIEN

Inventarnummer 454
Originaltitel: Provincia Styriae cum Confinis
Erscheinungsjahr: 1634
Erscheinungsort und Herausgeber: Milano
Format: 22 x 29 cm
Technik: Kupferstich

Die Karte zeigt das Herzogtum Steiermark sowie das angrenzende Istrien und die kroatischen Gebiete bis Zagreb (Agram) im Osten und dem Küstenland im Südosten. Die anderen Nachbarländer sind Teile von Böhmen, Ungarn sowie Tirol. Mit einer gepunkteten Linie sind die westlichen und nördlichen Grenzen der Steiermark bezeichnet. Die östliche Grenze verläuft in der Nähe des Balatons (Lac de Balaton). Ähnlich wie die Bezeichnung der Vegetation und des Flussnetzes sind die Höhenprofile durch schematisierte Schattierungen vereinfacht dargestellt. Die wichtigsten Städte (Villach, Goritia, Triest, Laubac, Wolfperg, Gratz, Rakersperg, Petow, Cylly, Agram) sind als kleine und gleichzeitig einheitlichen Ansichten dargestellt. Interessant ist, dass bei dieser Karte die Fehler, die schon bei den Karten von Mercator waren, wiederholt werden, etwa die doppelte Eintragung eines Symbols für die Stadt Zagreb (einmal bezeichnet als Agram und ein weiteres mal als Zagabria). Im Kartenrand sind die geographischen Koordinaten angeführt und in der rechten unteren Ecke befindet sich eine barocke Kartusche mit religiösen Elementen von Schutzheiligen, Wegen, Blumenmotiven und grafischen Längenmaßen in deutschen und ungarischen Meilen ausgedrückt. Die Karte ist, was den Inhalt betrifft, ähnlich jener von Sanson, die ein halbes Jahrhundert früher  erschienen sind, die aber viel präziser war bei der Bestimmungen der Grenzen in Istrien zwischen der venezianischen und österreichischen Gebiete. Auf diesen ist auch das Binnenland von Istrien genauer dargestellt, wie auch der Küstenverlauf mit den Halbinseln. Ähnliche Karten sind später auch in den Atlasen vom Nachfolger von Sanson, Jaillot, bis hin zum Jahr 1712 erschienen und das gleiche Gebiet wir auch von Homan dargestellt.. Diese Karte ist reich an Ortsbezeichnungen und die geringere Kenntnis des istrischen Binnenlandes erinnert an die Arbeit von Mercator aus seinem Atlas Sive Cosmographiae. Die kroatischen Gebiete sind vereinfacht dargestellt, z.T. auch deshalb, weil sie nicht im Fokus waren, weshalb sie auch der Autor schlechter gekannt hat. Ein ähnliches Desinteresse war auch bei den Küstenverläufen etwa bei Istrien und am Kvarner gegeben, was auf schlechte Vorlagen zurückzuführen sein dürfte.

MONTECALERIO, JOANNIS (GIOVANNI)
MONTECALERIO (MONTE CALERIO), JOANNIS, Franziskaner, Kupferstecher, arbeitete u.a. auch an Karten in Mailand in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Ein Beispiel dafür ist die Karte von Steiermark, die er in der Arbeit Chorographica descriptio provinciarum et conventum Ff. Min. S. Francisci capucinorum olim quorundam fratrum labore, industria, delineata, sculpta, impressa iussu…, im Jar 1712 veröffentlichte.
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