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HOMANN,  JOHANN BAPTIST: KARTE VON SLAWONIEN UND SYRMIEN

HOMANN, JOHANN BAPTIST: KARTE VON SLAWONIEN UND SYRMIEN

Inventarnummer 255
Originaltitel: Tabula geographica exhibens Regnum Sclavoniae cum Syrmii Ducatu, ex mappa grandiori desumta et in lucem edita ab Homannianis Heredibus
Erscheinungsjahr: 1745
Erscheinungsort und Herausgeber: Nürnberg
Format: 48 x 46 cm
Technik: Kolorierter Kupferstich

Auf der Karte des Königtums Slawoniens und des Herzogtums Sirmien haben Hofmanns Erben die Situation nach dem Friedensabkommen in Požarevac im Jahre 1718 dargestellt. Mit der grünen Farbe ist Posavska Krajina (slawonisches Generalat) mit dem schmalen Streifen der bosnischen Posavina, die nach dem Friedensabkommen in Požarevac der Habsburgermonarchie zugeteilt wurde, dargestellt. Im Zivilteil Slawoniens  wie auch auf dem Gebiet von Sirmien sind die Grenzen der feudalen Großgrundbesitztümer eingezeichnet. Die Karte entstand aufgrund der großen Demarkationskarte von Khevenhüller nach dem Friedensabkommen in Požarevac.  Sie ist eine Überarbeitung der Karte von Khevenhüller, ausgearbeitet im kleineren Maßstab. Der Kartentitel befindet sich in einer Barockkartusche, in der sich der Wappen Bosniens befindet. Um die Kartusche sehen wir die Husaren des Barons Trenck, die gerade zur Zeit der Entstehung dieser Karte unter dem Schutz von Maria Theresia in den österreichischen Kriegen mitwirkten.

HOMANN, JOHANN BAPTIST
JOHANN BAPTIST HOMANN (1663-1724) großer deutscher Kartograph und Herausgeber. Dank Homann begann man in Deutschland die Kartographie als eine selbstständige Wissenschaftsdisziplin zu betrachten. Homann hat mit den bekanntesten Wissenschaftlern seiner Zeit zusammengearbeitet. In der Zeit von 1702 bis 1716 hat er über 100 Karten in Druckplatten eingraviert. In seiner Werkstatt wurden mehr als 600 Karten entworfen. Auf seinen Karten ist selten das Erscheinungsjahr angegeben, deswegen kann man sehr schwer ihre Entstehungszeit bestimmen. Seine bekanntesten Werke sind: „Atlas Novus“ aus dem Jahre 1707, „Atlas von hundert Chartewn“ aus dem Jahre 1712 und „Grosser Atlas über die ganze Welt“ mit 126 Karten. Nach seinem Tod wurde seine Werkstatt bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts von Michael Franz und Johann Georg Ebersberg unter dem Namen Homannianos Heredes (Homanns Erben) weitergeführt.
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