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CANTELLI DA VIGNOLLA, GIACOMO: KARTE VON KROATIEN UND DER UMGEBUNG UM ZADAR

CANTELLI DA VIGNOLLA, GIACOMO: KARTE VON KROATIEN UND DER UMGEBUNG UM ZADAR

Inventarnummer 147
Originaltitel: La Croatia e Contea di Zara descritte da Gaicomo Cantelli da Vignola suditto, e Geografo del Serenissimo Signor Duca di Modeena e data in Luce da Giovanni Giacomo de Rossi dalle sue stampe in Roma alla Pace con privilego del Sommo Pontefice
Erscheinungsjahr: 1690
Erscheinungsort und Herausgeber: Roma
Format: 43 x 56 cm
Technik: Kupferstich

Diese Karte von Cantelli wurde in seinem Atlas „Mercurio Geografico“ 1692 in Venedig veröffentlicht. Auf der Karte ist Kroatien südlich der Sava mit dem Küstenland bis zum Fluss Krka dargestellt. Die historischen Grenzen Kroatiens zu Bosnien längs des Flusses Vrbas sowie die Grenzen Dalmatiens zu Bosnien und Kroatien sind eingezeichnet. Im Vordergrund ist die Darstellung des Bezirks Zadar als Mittelpunkt des venezianischen Dalmatiens. Als die Karte entworfen wurde, tobten in Zadars Hinterland die Kämpfe des Krieges, der seit 1699 zwischen der Republik Venedig und dem Osmanischen Reich geführt wurde. Die Geländedarstellung ist durch schattierte Bodenerhöhungen wiedergegeben. Hervorgehoben sind Velebit (Monte Velebik), Plješivica (Plessiuitza Mons), Visibaba (Viszibaba), Klek (Petra Klek) und Zrinska gora (Zrinska Planina). Das Flussnetz ist relativ wirklichkeitsnah eingezeichnet. Eine Ausnahme bilden die Flüsse Lika und Gacka, die nach Cantelli in das Meer bei Karlobag einfließen. Der Kartentitel befindet sich in der oberen linken Ecke in einer vegetativen Kartusche. Es ist interessant, dass der Kartenmaßstab ausser in italienischen, deutschen und französichen auch in kroatischen Meilen (Miglia di Croatia) ausgedrückt sind. Diese Maßeinheit hat Cantelli von der bekannten kroatischen Karte von Stjepan Glavač aus dem Jahre 1673 übernommen.

CANTELLI, DA VIGNOLA GIACOMO
GIACOMO CANTELLI DA VIGNOLLA (1643-1695) ist einer der wichtigsten italienischen Kartographen des 17. Jahrhunderts. Nach seinem Studium in Bologna geht er nach Paris, wo er mit den damaligen größten französischen Kartographen zusammengearbeitet hat – Sanson, Du Val und Baudrand. Von 1675 lebt er in Rom und arbeitet an seinem Atlas „Mercurio Geografico“, der 1692 aus der Druckwerkstatt von Giacoma de Rossi in Rom herausgegeben wurde.
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