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BLAEU, GUILIELMUS: KARTE VON ISTRIEN

BLAEU, GUILIELMUS: KARTE VON ISTRIEN

Inventarnummer 82
Originaltitel: Istria olim Japidia / Willem Guiliemus Blaeu
Erscheinungsjahr: 1663
Erscheinungsort und Herausgeber: Amsterdam
Format: 38 x 50 cm
Technik: Kupferstich

Diese Karte stammt aus dem Band IX des großen Atlas „Le Grand atlas ou Cosmographie Blaviana“ von Blaeu. Die erste Ausgabe unter dem gleichen Namen wurde von Giovani Magini 1620 (vergleiche Katalognummer 115) in Venedig veröffentlicht. Magini hat als Vorlage  die Karte Istriens von Petar Kopić (vergleiche Katalognummer 59) benutzt. Auf der Karte ist die Halbinsel Istrien sowie ein Teil des Golfs von Kvarner dargestellt. Magini hat einige Korrekturen in die Originalkarte von Kopić eingebracht, und diese Korrekturen hat auch Blaeu übernommen. Die Stadt Rijeka, die Kopić in den nordöstlichen Teil Istriens plaziert hat, ist bei dieser Karte richtig loziert. Verbessert ist auch die Lage der Bucht von Kvarner.  Eingezeichnet sind die Wälder um Dragonja und Mirna sowie die Wälder des oberen Teils des Kanals von Lim. Die Geländegestaltung ist auch hier durch schattierte Bodenerhöhungen wiedergegeben.  Der Kartentitel befindet sich in einer ovalen Kartusche. Auf der Kartusche sitzt ein großer Löwe, das Symbol der Republik Venedig, und auf der linken und rechten Seite wird die Kartusche symbolisch von zwei gerüsteten Soldaten geschützt. Die ganze Kartusche symbolisiert die Herrschaft der Republik Venedig über Istrien.

BLAEU, WILLEM
Die Werkstatt von Ortelius hat nach seinem Tod GUILIELMUS BLAEU (1571-1638) übernommen. Bleau war ein großer niederländischer Kartograph und Herausgeber, der den Atlas von Ortelius weiter ergänzte und herausgab. Seine Karriere begann er in Amsterdam. Er beschäftigte sich mit Messinstrumenten und der Herstellung von Globen. Im Jahre 1599 eröffnet er seine eigene Werkstatt in Amsterdam. Er erbte die Druckplatten von Ortelius, und so begann er schon im 17. Jahrhundert den Atlas von Ortelius zu ergänzen und herauszugeben. Mit den Platten von Ortelius und Hondius gibt er im Jahre 1629 seinen eigenen ersten Atlas, mit Karten von fremden Kartographen, heraus. Beau hat neben den Druckplatten von Mercator-Hondius auch 17 eigene Druckplatten entworfen. Der Höhepunkt seiner Werke ist der Atlas „Novus Atlas“ aus dem Jahre 1636 mit vier neuen Ausgaben 1635. Seine Söhne Cornelius (ca. 1610-1648) und Johannes (1596-1673) setzen die Arbeit des Vaters fort. Johannes Bleau gibt 1649 „Atlas Blaviane“ in 6 Bänden heraus, 1662 „Atlas Maior“ in 11 Bänden und 1663 „Le Grand atlas ou Cosmogrpahie Blaviana“ in 11 Bänden. Im Jahre 1638 wird Johannes Blaeu Kartograph der niederländischen ostindischen Kompanie. Danach entwickelt sich seine Werkstatt zu einem modernem Unternehmen. Seine Druckerei wird durch ein Feuer im Jahre 1672 vernichtet. Einen kleineren Teil der Drucktafel erwarb die niederländische Familie de Witt.
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